Informationsforum Kieferorthopädie
- Fachbegriffe aus Zahnmedizin und KFO -

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P

Palatinal
Gaumenseitig (Palatum = Gaumen)

Palatinalbogen

Der Palatinalbogen gehört zu den festsitzenden Apparaturen. Ein omegaförmig gebogener Draht verläuft parallel zum Gaumen und wird an den Bändern der Molaren befestigt. Mit dieser Apparatur kann der Kieferorthopäde Rotationskräfte auf die bebänderten Zähne ausüben, sowie den Kiefer geringgradig dehnen. Auch zur Abstützung kann der Palatinalbogen verwendet werden, wenn es etwa notwenig ist, die Molaren an der Vorwärtsbewegung zu hindern. Diese Aufgabe wird jedoch durch andere Geräte besser erledigt, zum Beispiel durch die Nance-Apparatur

Eingesetzter Palatinalbogen am Modell

 

Prämolar
Die kleinen Backenzähne. Sie befinden sich hinter den Eckzähnen, aber noch vor den Molaren. Die Prämolaren halten die Nahrung fest und zerkleinern sie. Im klinischen Alltag spricht man nach der FDI-Nomenklatur von 4ern (1. Prämolar) und 5ern (2. Prämolar). Im Normalfall besitzen die Prämolaren 2 Höcker, der untere 2. Prämolar (also der "untere 5er") ist häufig dreihöckrig.
Stellt sich bei einer kieferorthopädischen Behandlungsplanung heraus, daß für die Zähne zuwenig Platz vorhanden ist, werden fast immer Prämolaren extrahiert. Mit Hilfe festsitzender Apparaturen können die hierdurch entstandenen Lücken zur Einordnung verlagerter Zähne genutzt werden.

Progenie
"Das vorstehende Kinn". Unter diesem Begriff versteht man den Vorstand des überentwickelten Unterkiefers mit umgekehrtem Überbiss der Schneidezähne und/oder einer Angle-Klasse 3 ("Mesialbiss").

Prognathie
"Vorstand des Oberkiefers". Die Prognathie ist der Sammelbegriff für Fehlentwicklungen, die durch Vorstand des Oberkiefers verursacht werden, meist in Verbindung mit einer Angle-Klasse 2 ("Distalbiß").

 


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webmaster , 23 Januar, 2004