Die Geschichte der FKO reicht "nur" bis zum Ende des 19.
Jahrhunderts und soll der Vollständigkeit halber kurz dargestellt
werden:
führt
KINGSLEY den Begriff "Jumping the bite" für die Vorverlagerung
des Unterkiefers mittels
Platten ein.
beschreibt
ROBIN erstmals eine blockartige, bimaxilliäre Apparatur, die dem heutigen
Aktivator
ähnelt und die er "Monobloc" nennt. Dieser dient der aktiven,
bimaxillären Dehnungstherapie und ist aus diesem Grund streng genommen
kein Vorläufer des klassischen Aktivators.
Mit der
Umgestaltung einer für Retentions- und Prophylaxemaßnahmen verwendeten
Apparatur in ein Behandlungsgerät etwa ab dem Jahr 1927 begründet
ANDRESEN das sogenannte "Norwegische System der Funktionskieferorthopädie"
(ANDRESEN und HÄUPL, 1945). Grundlage ihres klassischen Aktivators bilden
die Erkenntnisse von ROUX, dem Begründer der Entwicklungsmechanik, dass
funktionelle Reize gewebebildend, -formend, -umformend und -formerhaltend
sind.
PETRIK entwickelt
den klassischen Aktivator weiter, u.A. durch das Einfügen von zusätzlichen
Elementen, wie z.B. dem Haltedorn, der Petrikfeder oder der Rahmenschlinge.
BIMLER entwickelt
den Gebissformer, STOCKFISCH den Kinetor. Beide Apparate besitzen elastische
- teils vorgefertigte - Elemente, welche die Effizienz der Kraftentwicklung
steigern sollen. Gleichzeitig besteht eine Tendenz, durch Skelettierung der
Behandlungsgeräte im Frontzahn- und Zungenbereich einen erhöhten
Tragekomfort und damit eine erhöhte Akzeptanz beim Patienten zu erreichen.
(z.B. Gebißformer nach BIMLER, Kinetor nach STOCKFISCH, Elastisch-offener
Aktivator (EOA) nach KLAMMT, Bißzügler nach VAN THIEL).
BALTERS
fordert den ganzheitlichen Ansatz der Kieferorthopädie und stellt seinen
Bionator vor, ein Gerät, welches eine Vielzahl von Dysgnathien durch
Harmonisierung des Mundraumes unter Zuhilfenahme anderer, interdisziplinärer
Behandlungsmaßnahmen aus Physiotherapie, Logopädie oder Psychotherapie
(z.B. Lymphdrainage, cranio-sacrale Therapie oder Atemtherapie) therapieren
soll.
FRÄNKEL
verlegt große Teile seiner Behandlungsapparatur nach vestibulär,
also in den Mundvorhof- und Wangenbereich - der Funktionsregler wird geboren.
TEUSCHER
kombiniert den klassischen Aktivator mit extraoralen Kräften und fügt
spezielle
Torquefederchen im Frontzahnbereich ein.
HASUND entwickelt
die Hansa-Platte.
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