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Während Plattenapparaturen
vom Patienten selbst herausgenommen werden können, ist da bei den
Multibandapparaturen nicht der Fall. Der Patient bekommt zu Behandlungsbeginn
kleine Metallteile - die Brackets
- auf die Zähne geklebt, welche dann bis zum Behandlungsabschluss
auf den Zähnen verbleiben. Auf Zähne, auf die beim Kauen starke
Kräfte einwirken oder die sehr verdreht stehen, werden die Brackets
auf dünne Metallbänder gesetzt,
da sie festeren Halt am Zahn ermöglichen.
| Ein
Bracket besteht aus einem Plättchen, der sog. "Basis"
und vier Flügeln. Die Basis wird mit der Unterseite auf die
Zähne geklebt. Auf der Mitte des Brackets befindet sich ein
horizontaler Schlitz, der sog. "Slot". In diesen Schlitz
wird der Drahtbogen
eingesetzt, der die falsche Zahnstellung korrigieren soll. Damit
der Draht nicht aus dem Slot rutscht, wird der mit sog. "Ligaturen"
befestigt. Dies können entweder kleine bunte Gummiringe sein
oder sehr dünne Drähtchen. Die Ligaturen gleiten unter die vier
Flügel und fixieren so den Draht im Slot.
Manche Brackets
haben darüber hinaus noch kleine Häkchen. Hier können sog.
"Gummizüge"
eingehängt werden, um z.B. Zähne nach hinten zu verschieben.
Im Rahmen einer Extraktionstherapie
werden Gummizüge z.B. benötigt, um den Eckzahn in die vorhandene
Zahnlücke zu ziehen und die Lücke so zu schließen.
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Schauen wir uns
mal ein Beispiel an:
Man erkennt, daß die Stellung der Zähne
alles andere als korrekt ist. Neben Kippungen sehen wir auch
einzelne Zähne, die rotiert stehen. In dieser Situation ist
kein sicherer Zusammenbiß möglich, zudem bieten eng stehende
Zähne dunkle Nischen, in denen sich Plaque (="Zahnbelag")
anlagern und so Karies verursachen kann. Eine kieferorthopädische
Behandlung ist hier erforderlich, um das Kauorgan vor Schäden
zu schützen. Da umfangreiche Zahnbewegungen und -rotationen
durchgeführt werden müssen, ist in diesem Fall eine festsitzende
Apparatur notwendig. |
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| Dazu
werden die Zähne mit Brackets beklebt; die Backenzähne erhalten
Röhrchen, in die der Draht gesteckt werden kann. Dieser Drahtbogen
besitzt eine Idealform; das bedeutet, daß er sich bei perfekter
Zahnstellung ohne Druck oder Deformierung in die Brackets einführen
lässt.
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| Das
ist in unserem Fall aber noch undenkbar. Setzt man den Drahtbogen
in die Bracketslots, so wird er elastisch verformt, da die Zahnstellung
noch nicht dem Ideal entspricht. Der Drahtbogen strebt aber
danach, in seine Idealform zurückzukehren. Also übt er eine
Kraft auf die Brackets aus, an denen er befestigt ist - und
bringt so die Zähne langsam in die richtige Stellung.
Anfangs ist die
Zahnstellung noch nicht mit dem Ideal zu vergleichen. Hier
verwendet man dünne, spezielle Drähte aus Nickel-Titan, welche
nur geringe Kräfte ausüben und die Zähne nicht überlasten,
was zu starken Schmerzen führen würde und darüber hinaus den
Zahnwurzeln schaden könnte.
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| In
dem Bestreben, seine in der Fabrik "einprogrammierte"
Idealstellung einzunehmen, überträgt der Drahtbogen also Kräfte
auf die Zähne (siehe Pfeile). Die Zähne folgen dem Bogen und
nehmen so mit der Zeit ihre Idealstellung ein.
Während am Anfang
dünne, elastische Drähte eingesetzt werden, benutzt man bei
fortgeschrittener Behandlung dickere, starre Drähte, da die
Zähne schon fast gerade sind und die dünnen Drähte nicht mehr
genug Kraft aufwenden.
Während einer durchschnittlichen
Behandlung werden pro Kiefer 4-7 verschiedene Drahtbögen eingesetzt,
die sich immer in der Kraftgröße unterscheiden.
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| Wenn
die Zähne einen schönen Zahnbogen bilden und richtig aufeinander
passen, hat sich die Mühe gelohnt! In unserem Beispiel sehen
wir die Zahnstellung kurz vor Abnahme der festen Klammer. Die
Zähne sind mit einem starren Metallbogen fixiert und stehen
harmonisch zueinander.
Nach der Abnahme der Brackets muß
das Behandlungsergebnis gesichert werden, sonst würden die
Zähne nach wenigen Jahren wieder in ihre alte Zahnstellung
zurückgekehrt sein - alle Mühe wäre umsonst gewesen.
Deshalb bekommt der Patient sog. "Retainer" eingesetzt,
mit denen die Zahnstellung stabilisiert wird.
Ausführliche
Infos zu Retainern finden Sie hier!
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Durch die sichere Verankerung
des Drahtbogens im Bracket können mit einer festsitzenden Apparatur
Zahnkorrekturen durchgeführt werdenm, die mit herausnehmbaren Platten
undenkbar wären. Deshalb kommen einige Patienten nicht um die "Brackets"
herum. Bei erwachsenen Patienten kann in der Regel nicht mehr mit
herausnehmbaren Platten gearbeitet werden, hier ist die Multibandbehandlung
der Normalfall.
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